Mittwoch, 5. November 2008
Tag 3
Tag 3 – Tschüss Gesang

Geht auf euren Beobachtungsposten.

Sie kommt. Sie singt. Sie sperrt die Tür auf. Sie sieht eure Betten und das Negligé und ihr Gesang wird schleppend. Sie geht ins Bad. Sie hört auf zu singen. Nach ein bis zwei Schrecksekunden fängt sie an zu pfeifen. Sie geht nur wenige Sekunden später zu ihrem Putzwagen/Eimer nimmt die mitgebrachte Rolle Klopapier und macht sich an die Arbeit. Nach ein paar Minuten bekommt ihr pfeifen einen aggressiven Unterton und sie kommt mit dem Mülleimer aus dem Zimmer. Sie seift den Mülleimer aus. Sie putzt weiter. Sie geht und schließt die Tür mit einem Kopfschütteln.

Zurück im Zimmer – Eure Aufgaben:

1. Klaut den Müllbeutel
2. Klaut das Klopapier
3. Putzt eure Zähne unter der Dusche
4. Saut den Spiegel ein
5. Zerwühlt die Betten
6. Tragt nachts das Satinnegligé.
7. Stopft Bananenschalen, Zigarettenasche, und eine Zeitung in den Papierkorb.
8. Packt die Seife aus (abends!), legt sie in die Seifenschale und gießt einen Zahnputzbecher voll Wasser dazu. (Euer Zimmermädchen freut sich, wenn sie diese Schale am nächsten Tag sauber machen muss;)
9. Für alle Männer (besonders diejenigen im fortgeschrittenen Alter oder mit hoher Dioptrienstärke): Pinkelt im stehen! Gebt euch keine Mühe zu zielen! [Ich glaube ein Kommentar erübrigt sich.]
Für alle Mädels und alle „süßen“ Männer: Esst Schokolade im Bett. Achtet darauf, dass das Laken an einer sichtbaren Stelle, der Bettbezug auf BEIDEN Seiten und das Kopfkissen ebenfalls auf BEIDEN Seiten etwas abbekommen. Dann wird das Zimmermädchen nämlich gezwungen sein eure gesamte Bettwäsche zu wechseln. Tut sie es nicht, beschwert euch!

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Tag 2
Tag 2 – Der erste Kontakt mit dem Feind

Nur so nebenbei, natürlich gehe ich vom Tag des Zimmermädchens aus, also beginnt Tag 2 erst, wenn ihr nach dem Frühstück aus dem Zimmer verschwunden seid.

Geht auf euren Beobachtungsposten.

Sie kommt. Sie singt. Sie sperrt gut gelaunt die Tür auf. Sie sieht eure Betten und das nächste Wort im Text verzögert sich um eine Millisekunde. Sie macht die Betten. Sie nimmt ihr Putzeimerchen und geht ins Bad. Ihr hört, wie sie ihr Lied kurz unterbricht, einmal tief durchatmet und dann weitersingt.

Gut gemacht!

Sie putzt eine Weile. Sie geht aus dem Zimmer um eine neue Rolle Klopapier zu holen. Sie putzt weiter. Sie geht und schließt die Tür etwas zu nachdrücklich zu.

Zurück im Zimmer – Eure Aufgaben:

1. Klaut den Müllbeutel
2. Klaut das Klopapier
3. Putzt eure Zähne unter der Dusche
4. Saut den Spiegel ein
5. Zerwühlt die Betten
6. Tragt nachts das Satinnegligé (Das ist wirklich toll, nicht nur dass die Dinger von Natur aus eigentlich zu klein sind um sie ordentlich zusammenzulegen, nein!, sie sind auch noch so rutschig, dass es echt viel arbeit macht, sie nicht so aussehen zu lassen, als hätte man sie einfach nur unter das Kopfkissen gestopft.)
7. Stopft Bananenschalen und Zigarettenasche, sowie eine Zeitung in den Papierkorb (ihr versteht den Sinn nicht? Na gut: Den Beutel habt ihr gemopst, das Zimmermädchen muss also alles aus dem Mülleimer in ihren Müllbeutel kippen. Die Bananenschalen machen den Eimer aber glitschig, so dass die Zigarettenasche an ihm kleben bleibt. Beides zusammen stinkt außerdem ordentlich, so dass euer Zimmermädchen nicht darum herumkommen wird den Eimer gründlich auszuseifen. Die Zeitung ist eine nette kleine Zugabe für den deutschen Urlaubsraum, indem nach wie vor Mülltrennung vorgeschrieben ist. Die Zeitung muss dann nämlich per Hand aus dem Eimer gefischt werden, mmh!)

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Xavier Naidoo
Immer wieder werde ich von Freunden gefragt, ob ich Xavier Naidoo mögen würde. Auf die Antwort NEIN! Reagieren einige geschockt, andere mit Unverständnis. Wie kann ich als FRAU denn Xavier nicht mögen?!?! Wenn ich dann auch noch erwähne, dass ich ihn eher für eine Stalker halte… dann ist auch das letzte bisschen Verständnis weg.
Deshalb hier eine kurze *augenzwinkernde* Erläuterung meiner Theorie für alle meine Freunde die mich bisher noch nicht verstehen.

Zum besseren Verständnis hier mal die Definition eines Stalkers aus Wikipedia:
Stalker bezeichnet:
• eine Person, die andere dauerhaft bedroht, bedrängt und belästigt, siehe Stalking
• Täter scheinen meist ehemalige Beziehungspartner oder abgewiesene Verehrer zu sein […].


Und jetzt mal ein (gruseliger) Liedtext von Xavier und den Söhnen Mannheims:


Und wenn ein Lied

Und wenn ein Lied meine Lippen verlässt,
Dann nur damit Du Liebe empfängst.
->OK, Xavier singt also nur deshalb damit irgendwer da draußen Liebe empfängt… Ich gehe mal der Einfachheit davon aus, dass Xavier nicht schwul ist und deshalb sein Lied an eine Frau richtet…

Durch die Nacht und das dichteste Geäst,
->Die Frau hält sich nachts im dichtesten Geäst auf…
Warum? Freiwillig? Wohl eher nicht… also gezwungener Maßen? Und wieso weiß Xavier dass sie da ist? Hat er sie da hingebracht?

Damit Du keine Ängste mehr kennst.
->AHA, die Frau hat also Angst. Naja, kein Wunder, nachts (allein) im Geäst…

Sag ein kleines Stückchen Wahrheit und sieh,
Wie die Wüste lebt.
->Frei übersetzt: Sag die Wahrheit und das Leben geht weiter (nur dann?)

Schaff' ein kleines bisschen Klarheit.
->Worüber? Sie ist gefangen… Will er wissen, ob sie ihn auch liebt?

Und schau wie sich der Schleier hebt.
->Seiner oder ihrer?

Eine Wüste aus Beton und Asphalt,
->so sieht er die Welt…

Doch, sie lebt und öffnet einen Spalt.
Der Dir neues zeigt, zeigt das altes weicht.
->Er kündigt also an, dass sich die dinge wie sie jetzt sind für sie ändern werden

Auch wenn, wenn dein Schmerz
Bis an den Himmel reicht.
->Muss ich dazu was sagen? Er WEIß, dass sie Schmerzen hat. Woher wenn er nicht der Verursacher ist… (Schließlich ist sie draußen in der Nacht und nicht bei ihm um es ihm zu erzählen…)

Und wenn ein Lied meine Lippen verlässt,
Dann nur damit Du Liebe empfängst.
->Hört sich für mich an, als wolle er sie trösten obwohl er der Verursacher von all dem Leid ist…

Durch die Nacht und das dichteste Geäst,
Damit Du keine Ängste mehr kennst.
Und wenn ein Lied meine Lippen verlässt,
Dann nur damit Du Liebe empfängst.
Durch die Nacht und das dichteste Geäst,
Damit Du keine Ängste mehr kennst.
->Und jetzt wird der unheimlichste Teil des Liedes auch noch wiederholt um ihn zu bekräftigen…

Dieses Lied ist nur für Dich.
->Auch typisch Stalker, denken nur noch fixiert an eine Person…

Schön, wenn es Dir gefällt.
->Und wollen ihr gefallen, obwohl sie ihr gleichzeitig schaden…

Denn es kam so über mich.
->Jetzt sagt er selbst, dass er nicht immer die Kontrolle über sich hat…

So wie die Nacht über die Welt.
->… sie ist in der Nacht unterwegs, er kam als Nacht über ihre Welt und verdunkelte sie? Meint er das damit?

Schnellt Gefahr aus der Dunkelheit,
->jetzt ist die Dunkelheit in der sie sich aufhält auch noch gefährlich… Und er weiß es!

Bin ich zum ersten Schlag bereit.
->Sehr ritterlich, aber wirklich nötig? Oder wünscht er sich das nur?

Ich bin der erste, der Dich befreit.
->WIESO muss sie befreit werden? Ich meine welche Frau ist schon freiwillig nachts in gefährlicher Dunkelheit unterwegs? Da muss doch jemand nachgeholfen haben… Und wenn er es nicht war, woher weiß er dann soviel?

Und einer der letzten, der um Dich weint.
->Warum denn dass? Also ich finde das ist der Beweis, dass er sie verschleppt hat. Wäre es ein anderer gewesen müsste er doch von Hoffnung singen sie wiederzusehen. Davon sie zu retten aus den Klauen des Monsters (oder so ähnlich;-). Aber er singt davon, dass er um sie weint! Warum? Weiß er schon, dass sie nicht überleben wird?

Und wenn ein Lied meine Lippen verlässt,
Dann nur damit Du Liebe empfängst.
Durch die Nacht und das dichteste Geäst,
Damit Du keine Ängste mehr kennst.
->Hier noch mal die Angabe für die Polizei wo sein Opfer zu finden ist…

In unserer Sanduhr fällt das letzte Korn.
->So, jetzt wird er aber deutlich! Das mit ihnen ist vorbei. Aber scheinbar nicht von seiner Seite…

Ich hab gewonnen und hab ebenso verlor'n.
->Ja ja, er hat gewonnen (er hält sie irgendwo gefangen, sie ist sein) und doch verloren (sie will ich nicht mehr, jetzt erst recht nicht vermute ich mal)

Jedoch missen möcht ich nichts,
->Ok, er bereut es nicht…

alles bleibt unser gedanklicher Besitz.
Und eine bleibende Erinnerung.
->Gruselige Erinnerungen hat der Mann…

Zwischen Tag und Nacht legt sich die Dämmerung.
->Er ist die Nacht, dass hatten wir ja schon. Sie vermutlich der Tag. Ob die Dämmerung ihr Trennungsgrund war? Oder spielt er auf die Geschehnisse an, die sie jetzt für immer Trennen?

Und wenn ein Lied meine Lippen verlässt,
Dann nur damit Du Liebe empfängst.
Durch die Nacht und das dichteste Geäst,
Damit Du keine Ängste mehr kennst.

Und wenn ein Lied meine Lippen verlässt,
Dann nur damit Du Liebe empfängst.
Durch die Nacht und das dichteste Geäst,
Damit Du keine Ängste mehr kennst.

Damit Du keine Ängste mehr kennst.
->Er will eben nicht, dass es ihr schlecht geht und trotzdem weiß er, dass sie Angst hat und macht weiter mit seinem grausamen Spiel…


So und wer jetzt noch nicht versteht warum ich diese Stalker Theorie habe und seine Musik nicht mag, dem kann ich leider nicht helfen weil deutlicher kann ich es nicht sagen, aber mir läuft bei jedem Lied von ihm eine Gänsehaut über den Rücken…

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Montag, 19. November 2007
Das Kondom
Vielleicht bin ich ein Landei, vielleicht ein bisschen prüde und vielleicht auch ein bisschen kritisch. Auf jeden Fall aber bin ich entsetzt!!! Und...ein kleines bisschen Neugierig.
Es gibt diese Situationen von denen man nicht glaubt, dass sie wirklich jemals jemandem passiert sind. Ich habe vorgestern eine solche erlebt. Es fing ganz harmlos an. Ich war mit meinem Freund einkaufen und da wir keine Lust hatten zu kochen, beschlossen wir im Burger-Restaurant nebenan zu essen. Gut, der Service war nicht überragend und die Burger nicht so gut, wie sie hätten sein können. Aber alles in allem hatten wir eine nette Zeit und der Tag war schon langweilig gewöhnlich.
Als wir gehen wollten nahm mein Freund die Einkaufstüte, schaute mich entsetzt an und sagte tonlos: "Da liegt ein Kondom."
Ich kann es nicht beurteilen, aber ich vermute, dass ich ziemlich blöd aus der Wäsche geguckt habe. Mein erster Gedanke war noch blöder, zum Glück konnte ihn keiner hören: "Hä? Aber wir haben doch gar nicht..." Mein zweiter schon besser: Ich schaute auch unter den Tisch. Tatsache, da lag ein benutztes Kondom unter DEM Tisch, an dem wir eben noch gegessen hatten! Meine Verwirrtheit schlug um in Entsetzen. Also wenn das nicht eklig war, was dann. Was war das für ein Restaurant, in dem es benutzten Verhüterlies erlaubt war auf dem Boden zu liegen?
Doch was sollte jetzt geschehen? Ich wollte aus dem Laden raus, bezahlt hatten wir schon, gegessen auch. Sollte ich nocheinmal zu der jungen Frau am Tresen zurück und ihr dezent zuraunen: "Entschuldigung, aber da hinten unter dem Fenstertisch liegt ein Kondom rum."? Und dann? Würde sie sich dann nicht wundern wo es herkäme? Und dann am Ende denken, dass ich... Vielleicht doch lieber nicht.
Nun gut, wir sind gegangen ohne etwas zu sagen. Jetzt sollte die Sache eigentlich erledigt sein. Wenn da nicht dieser Faktor Neugierde wäre...
Wie ist dieses Ding da hingekommen? Vielleicht hat ja Abends der Koch mit der Bedienung ein bisschen Spaß gehabt nachdem die Putzfrau hier war... Haben die überhaupt eine? Oder vielleicht waren hier ein paar Schulkinder die nur gespielt haben und es dem großen Bruder/Schwester aus der Schublade geklaut haben? Sah aber nicht danach aus... Ein paar Gäste? Ohne dass es jemand gemerkt haben soll? So schmal sind die Tische auch nicht...
Also doch der Koch/die Bedienung? Aber es gibt keine Rollläden an den Fenstern...
Haben sie heimlich, weil einer beide vergeben sind? Aus Spaß weil es eben keine Rolläden gibt? Im Dunkeln? Hoffentlich!
An diesem Punkt habe ich aufgehört nachzudenken. Ich glaube die Antworten die mein Gehirn mir liefert sind nicht immer die Besten;-)

Aber für den Fall dass jemand bescheid weiß.... :-)

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Montag, 15. Oktober 2007
Wie die Spinne zu ihrem Faden kam
für dich Daisagi

Vor langer Zeit saß eine Spinne auf ihrem Baum und bewachte ihre Eier. Sie saß dort und wartete, dass ihre Jungen schlüpfen würden, als sie plötzlich einen Hilferuf hörte. Sie öffnete ihre acht Augen und sah sich um. Am Baum herunter über den kleinen Teich, bis sie den Ursprung des Rufes entdeckte. Zwei ihrer Augen konnten die kleine Elfe sehen, die dort, direkt unter ihrem Baum im Wasser trieb. Ohne groß zu überlegen kletterte die Spinne ihren Baum hinab, hielt sich mit sechs ihrer Beine ganz fest am Gras und an den starken Wurzeln fest und streckte der jungen Elfe ihre Hinterbeine entgegen, bis diese sich festhalten konnte. Die Spinne zog das kleine Wesen an Land und rubbelte es trocken.
"Danke!", sagte die Elfe "du hast mir das Leben gerettet. Ich möchte dir dafür einen Wunsch schenken."
Die Spinnenmuter musste nicht lange überlegen. Sie bat die Elfe darum in Zukunft über ihren Nachwuchs zu wachen, damit ihm nie etwas geschehen würde. Die Elfe versprach es und verschwand. Die Spinne kletterte auf ihren Baum zurück und wartete dort bis ihr Nachwuchs schlüpfte. Sie zog die kleinen groß und sorgte dafür, dass es ihnen an nichts mangelte. Doch dann kam der Tag an dem die kleinen groß genug waren um in die Welt zu ziehen und ihr eigenes Spinnenleben zu beginnen. Die Spinnenmutter ließ sie leichten Herzens ziehen, wusste sie doch, dass sie sich auf das Versprechen der kleinen Elfe verlassen konnte.
DIe hatte nun auch alle Hände voll zu tun, sich um all die Spinnenkinder zu kümmern. Besonders viel Arbeit hatte sie aber mit Fridolin. Ihm mangelte es nicht nur an Vorsicht, sondern auch an Gleichgewicht. Ein nicht gerade kleines Problem für eine auf einem Baum lebende Spinne. Regelmäßig trat er neben den Ast und fiel - bis die kleine Elfe ihn noch gerade rechtzeitig auffangen konnte und sicher auf der Erde absetzte. Nach einer Woche wurde es der Elfe zu viel, sie bekam nicht genug Schlaf, besonders da Fridolin zu den nachtaktiven Spiennen gehörte.
So kam es, dass sie ihm einen Faden schenkte. Er war besonders fein, da es en Elfenfaden war, dafür aber besonders reißfest. Mit diesem Faden konnte Fridolin nun nicht mehr von den Bäumen fallen, trat er neben den Ast, sicherte ihn sein Faden und er glitt sanft zur Erde. Von da an bekam die kleine Elfe wieder genug Schlaf.
Fridolin gab den Faden an seine Kinder weiter und diese an ihre. Und heute haben alle Spinnen einen Faden.

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