Mittwoch, 5. November 2008
Herr DAU in der Bahn
Was macht unser aller Lieblings-Telefonhotline-Anrufer Herr DAU eigentlich so in seiner Freizeit?


Habt Ihr euch schon mal gefragt, was Herr DAU so in seiner Freizeit treibt? Ich nicht. Aber trotzdem habe ich es heute erfahren...

8Uhr morgens – Irgendwo in Deutschland (oder genauer: Irgendwo auf der S-Bahn-Strecke zwischen Rüsselsheim und Frankfurt HBF)

Ich sitze (mit einem Buch bewaffnet) in der S-Bahn, die mich jeden morgen nach Frankfurt zur Arbeit bringt. Ich freue mich, denn ich habe einen von den seltenen Sitzplätzen ergattert (ohne Blutvergießen) und das obwohl im Moment „Automechanika“-Messe ist und Sitzplätze (auch mit Blutvergießen) nur schwer zu beschaffen sind.
Also freue ich mich (da ich sitze) schon auf die unvermeidliche Durchsage:
„Meine Damen und Herren, bitte beachten sie: Auf Grund vorausgegangener Verspätungen wird sich unsere Weiterfahrt um wenige Minuten verzögern. Wir danken für ihr Verständnis.“
(Selbstverständlich werden wir diese überaus freundliche, aber vollständig Verrauschte Auskunft erst nach 5-minütigem Stehen in einem Tunnel ohne Licht - ist doch wohl klar, oder? - erhalten).
Und, wer hätte es gedacht, nach fünf Minuten ist es endlich soweit. Wir fahren in den ersten Tunnel, selbstverständlich ist in der Bahn nur die Notbeleuchtung an. Zum weiterlesen also zu dunkel; macht nix, mein buch ist nicht gerade spannend... Vielleicht sollte ich meinen MP3-Player auspacken? Während ich versuche diese nicht gerade leichte Entscheidung (weil noch müde) zu treffen, passiert es:
Ich höre ein Gespräch mit. Das ist nicht weiter schwierig, denn die Gesprächspartner stehen direkt neben mir:

Herr DAU: „Was ist denn jetzt los?“
Sie (Frau DAU vermutlich): „Wir stehen.“ (*ach?*)
Er: „Aber wieso?“
Sie: „Vielleicht überholt uns ein Zug?“ (*na klar, im Tunnel, der andere Zug fliegt einfach darüber..*.)
Er: „Aha. Ja, das wäre möglich, denke ich.“ (*ich nicht!*)
Sie: „Wie müssen wir denn jetzt eigentlich fahren?“
Er: „Bis Taunusanlage, dann können wir zur messe laufen“ (*es wäre ja auch zu einfach mit dem Zug bis zur Messe zu fahren...*)
Sie: „Da müssen wir gleich schon raus, oder?“ (*genau, weil diese S-Bahn mit mindestens 100km/h nach Frankfurt fährt... Okay, ich räume ein, dass sie die Strecke vielleicht nicht kennt und nicht weiß, dass es bis zum Hbf noch zwanzig Minuten fahrt sind, wo man umsteigen könnte zur Messe, bis zur Taunusanlage ist es aber sogar noch eine Station weiter...*)
Er: „Nein, ich glaube nicht...“

- kramt in seiner Tasche, zieht einen Zettel heraus, hält ihn sich an die Augen

„Kann ich nicht lesen... du?“

- Und hält ihn ihr ins Gesicht
Sie: „Ta-unu-san-lage.....
.....
.....
.....
ach, Taunusanlage (*ich frage mich ob sie blond ist. Ein schneller Blick verrät mir, JA und sogar gefärbt...*), dahinter steht 34min“
Er (aufgeregt): „Das ist die Fahrtzeit! Wir sind jetzt schon seit“

- Blick auf die Armbanduhr – natürlich mit eingebautem Licht –

„10 Minuten unterwegs, d.h. wir müssen noch 14 Minuten fahren...“
(*falsch! 1. stehen wir hier schon ein paar Minuten und 2. wenn wir hier schon stehen werden wir spätestens am Sportfeld halten müssen, um uns von der nächsten S-Bahn (noch pünktlich) überholen zu lassen und werden deshalb nicht direkt in den Bahnhof fahren können, weil da dann auf unserem Gleis noch die S1 steht...*)

Sie - holt Luft: ...

- Die obligatorische Durchsage -

Sie: „Hast du das gehört?“
(*nein, hat er bestimmt nicht, die Ansage wurde von ihren Ohren absorbiert, so dass nur sie sie hören konnte...*)
Er (empört): „Ja wieso müssen wir denn stehen bleiben, wenn die anderen zu spät sind!“
(*Vielleicht weil sich der Zug vor uns auf dem Gleis nicht in Luft auflösen kann???*)
Sie: „unglaublich!“

Pause

Sie: „Weißt du wie wir von der Taunusanlage aus laufen müssen?“
Er (stolz): „Ja. Ich war im Internet
(*mein aufrichtiges Mitleid an den zuständigen Hotline-Menschen*)
und habe es in einem Routenplaner nachgesehen. Und mir abgeschrieben
(*drucken wäre auch wirklich zu kompliziert gewesen!*).
Ich hab den Zettel in der Tasche. Aber ich weiß, dass wir erst einmal auf der So-und-So-Straße 0,8km geradeaus gehen müssen...“
(*die werden den Weg nie finden...*)
Sie: „Wie praktisch. Gut, dass es das Internet gibt“
Er: „Ja, nur schade das es so englisch ist“ (*???*)

- Der Zug fährt weiter -
Ich wende mich lieber wieder meinem Buch zu, bevor mein IQ um weitere 10 Punkte sinkt.
- Wir halten am Sportfeld -
- Wir warten am Sportfeld -
- Wir fahren in den Tunnel des Hauptbahnhofs -
- Wir stehen -
- Durchsage: -
„Meine Damen und Herren auf Grund eines besetzten Gleises kommt es zu einer kleinen Verzögerung. Wir bedanken uns für ihr Verständnis.“

Sie: „Wie komme ich eigentlich zurück? Ohne dich finde ich den Weg zu Fuß doch nie zurück.“ (*___*)
Er: „Hmmm, daran hab ich noch gar nicht gedacht“
Sie: „Die Dame am Bahnschalter hat mir gesagt, ich könnte die U4 nehmen.“
Er (ungläubig): „Aber woher sollst du denn wissen, wo die fährt!“ (*Hmm, tja es ist schon schwer diesen großen Hinweisschildern im Messegebäude zu folgen, schließlich ist der U-Bahn Zugang ja auch nur im Messegebäude und deshalb wirklich überall ausgeschildert...; Gut, OK, unfair von mir, vielleicht waren sie noch nie da*)
Er: „Und ausgeschildert ist das nicht, sonst hätte ich das ja in den letzten zwei Tagen bemerkt“ (*staun!!!!*ich meine, also, nee! Und überhaupt, wenn er schon da war, wieso kennt er dann den Weg nicht und weiß nicht wie lang die S-Bahn fährt? Fragen über Fragen*)
Sie: „Und jetzt?“
Ich: „Der Zugang zur U-Bahn ist im Untergeschoss der Messe. Den können Sie gar nicht verfehlen.“ (*Wer hat das gesagt? Oh Gott, ich glaub das war ich. Aaah! Böses Gehirn, böses! Du sollst doch nicht einfach so was sagen. Was, wenn sie mich gehört haben?*)

Sie schaut sich suchend um.

(*Mist! Mist! Mist! Sie hat es gehört!*)

Sie – entdeckt mich im schummerlicht: „Direkt im Messegebäude?“
Ich – mit bemüht freundlichem Lächeln: „Ja genau. Der Weg dahin ist ausgeschildert und wenn Sie die Schilder übersehen sollten, fragen Sie am besten an einem Informations-Punkt.“
Er (brummt): „Da gibt es keine Schilder.“
Ich – noch freundlicher: „Die kann man ganz leicht übersehen, wenn man nicht gezielt danach Ausschau hält“ (*ja, dann sieht man sie erst, wenn man dagegen läuft*)
Sie: „Ja dann kann ich vielleicht wirklich mit der U4 zurück fahren. Ach, aber ich weiß ja gar nicht bis wohin.“
Ich – (ich helfe doch gerne): „Bis zum Hauptbahnhof und dann in ihre S-Bahn umsteigen.“
Sie: „Oh, danke, das ist wirklich nett von Ihnen“
Ich: „Gerne“ (*wahrscheinlich ist sie doch nicht Frau DAU, nur eine arme Bekannte...*)
Er: „Schaffst du das – Umsteigen?“ (*nein, um Umsteigen zu überleben sollte man vorher mindestens ein Jahr lang trainieren, sonst hat man keine Chance!*)
Sie: „Ich werde es schon irgendwie hinbekommen.“ (*wie heroisch*)
Er: „Also mir ist das zu kompliziert, ich werde zurücklaufen“ (*ich freue mich schon auf die Radiomeldung von heute Nachmittag: „Die Polizei Frankfurt bittet um ihre Mithilfe. Vermisst wird ein Herr in mittlerem Alter. Als er zuletzt gesehen wurde trug er einen grauen Anzug und eine [spießige] Krawatte. Er trägt einen Aktenkoffer bei sich. Nach Information der zuständigen Ermittler befand er sich zu Fuß auf dem Weg vom Messegelände zur Taunusanlage. Falls sie ihn sehen sollten melden sie sich bitte bei der zuständigen Polizeidienststelle oder unter...“*)

Sie: „Ich habe leider noch einen späten Termin“ (*höre ich da ein geheucheltes Bedauern? Oder bilde ich mir das nur ein?*)
Er: „Sind sie sicher, dass man mit der U-Bahn von der Messe auch wieder zurückkommt?“ (*ich weiß sogar, dass man so auch hinkommt, aber das werde ich dir lieber nicht sagen, sonst bist du gleich in meiner U-Bahn...*)
Ich: „Ja, ich fahre die Strecke jeden Tag.“
Er: „Aha.“ Zu ihr: „Vielleicht solltest du dir doch lieber ein Taxi nehmen.“
Sie: „Ja vielleicht“ (*also nein ;-) *)

- Der Zug fährt weiter -
- Wir fahren in den Hauptbahnhof ein. -
Ich stehe auf und sehe zu, wie das Meer aus Japanern, dass das Abteil bevölkert seine Sachen zusammensucht.

Sie: „Müssen wir hier raus?“
Er: „Nein, die nächste.“ (*Aha, er kennt den Weg also doch!*)
Sie: „Aber die Japaner haben alle Messeausweise um. Und die steigen hier aus.“ (*Sie ist definitiv nicht Frau DAU!*)
Er: „Die folgen bestimmt alle der komplizierten offiziellen Anfahrtsbeschreibung: Erst mit der S-Bahn bis Hauptbahnhof und dann mit der U-Bahn 4 weiter...“
(*?????????????___+%“?..!*)

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Montag morgen
Was für ein Tag!
Also, besser gesagt: Was für ein morgen!!! Es ist schließlich erst viertel vor elf! Und natürlich – wie könnte es anders sein – Montag...
Es hat alles schon so richtig blöde angefangen: Der Wecker hat zwar geklingelt, aber irgendwer hat ihn dazu gebracht noch eine halbe stunde zu schweigen bevor er erneut klingelte (nein, ich glaube immer noch nicht, dass ich das gewesen sein soll und bloß weil ich single bin ist das noch lange kein beweis...). Also müde versucht schnell zu duschen, wer diesen Satz liest und selbst kein begeisterter Frühaufsteher ist, wird wissen, das er gegen ein physikalisches Naturgesetz verstößt. Es mag sein, dass dieses Gesetz noch nicht hinreichend erforscht ist, aber es ist gültig! Wenn man müde ist kann man einfach nicht „schnell“ duschen...
Trotzdem wäre das unmögliche fast noch zu schaffen gewesen (erreichen der Bushaltestelle BEVOR der Bus fährt) , aber nein, als ich in meine frisch gebügelte Hose (ja, das habe ich auch noch schnell machen müssen, bye bye frühstück) sprang platzte doch einfach dieser fiese kleine Knopf ab. Somit war der Gedanke von Pünktlichkeit erst einmal vom Tisch. Zum glück für mich (und wie ich glaube viele andere auch) gibt es ja Gleitzeit, puh. Also erst einmal tief durchatmen: „Na ja, es ist ja Montag morgen, da brauchst du dich gar nicht aufregen, das ist schließlich ganz normal“ Nadel und Faden suchen (und sogar auf anhieb finden *freu*), den Knopf wieder annähen (nicht schön, aber selten), sich im Spiegel ansehen und feststellen, dass die zwei/drei Kilo auf den hüften fast gar nicht zu sehen sind und der faden des Knopfs bestimmt nur unter Altersschwäche litt, ein blick auf die Uhr und – noch ein *freu* - jetzt auch noch genug zeit für ein frühstück ist.
Nach dem frühstück sieht die Welt auch schon gleich besser aus, also Tasche greifen und nichts wie los zum Bus. Aber, wer steht da an der Bushaltestelle? Mist! Die hatte ich ganz vergessen. Beate. Sie ist eine bekannte und das ist an sich schon zu viel. Also ich meine, sie ist Theologiestudentin, gut, das an sich ist kein fehler. Nebenfach Pädagogik – auch damit lässt es sich leben. Sie ist im 16. Semester – na ja, manche Leute haben dafür einen guten grund... Sie nicht. Sie ist ein Morgenmensch (und ich hatte noch keinen Kaffee...). aber nicht nur das, sie ist ein missionierender Morgenmensch –aaahhhh- und sie fährt die volle stunde Bus und Zug mit mir... na toll *seufz*
„morgen“
„morgen, schön dich mal wieder zu sehen. hast du schon gehört, was der Papst letzte Woche verkünden lassen hat? ....(sorry, jeder der das wissen will sollte mal bei google vorbeischauen, denn ich habe es mir nicht gemerkt...)
Der BUS. Na endlich.
„...plauder.........Papst.........quassel.........glaube.........erzähl.........Bibel.........schade, nicht mehr so oft sehen....“
Moment, was war das????
„Ähm, was hast du eben gesagt, ich konnte dich nicht richtig hören, der Bus war so laut...“ (nein, ich schäme mich für solche kleinen Flunkereien nicht, zumindest nicht doll)
„ich sagte schade, dass wir uns in nächster zeit so gut wie gar nicht mehr sehen werden. Ich habe mich für eine Logopädieausbildung beworben und bin genommen worden. Das war ja eigentlich auch kein wunder ich meine, schließlich bin ich perfekt für diesen job. Ich habe mir auch schon ein Lehrbuch gekauft, das wird alles ganz relaxed. Aber dafür muss ich jetzt jeden tag in die andere Richtung als du“
oohh schaaaaade!!!
„Oh, das ist aber schade. Aber toll, dass sie dich genommen haben.“
(wenn die wüssten...)
„Ja, ist dass nicht toll! Und ich habe einen guten platz erwischt, ich zahle nur 600Euro im Monat.“
Fast hätte ich meinen Kaugummi verschluckt. Von solchen Beträgen kann mein Konto seit Monaten nur träumen, mein Bänker mal ganz zu schweigen. Und von monatlich kann hier schon mal gleich gar nicht die rede sein.
„deshalb mache ich jetzt auch ein Praktikum im Krankenhaus, deshalb müssen wir auch gleich verschiedene Züge nehmen“
oohhhh, wie schaaaadeee! (hab ich das nicht schon mal gesagt, ich sollte mir diesen ironischen ton wirklich mal abgewöhnen, ob ich deshalb immer noch Single bin??? Nein, an so etwas doofem kann das doch nicht liegen, oder?)
„also, dann wünsche ich dir viel spaß und glück in der Logopädie, bis demnächst mal!“
„ja, mach’s gut, bis dann“
endlich im zug. ich habe einen Sitzplatz und der Zug kam pünktlich! Irgendwer da oben scheint es an diesem Montag doch sehr gut mit mir zu meinen. Halb neun. Na ja, das einzig gute ist, dass ich jetzt eine halbe stunde zeit habe ein paar Termine abzuklären. Also Handy raus und los.
Eine halbe stunde später: ich habe 5 Telefonate geführt, mit Leuten die ich seit über einer Woche zu erreichen versuche und bis auf einen habe ich alle erreicht. Soweit die Erfolgsmeldungen. Das war’s dann aber auch schon. Niemand konnte mir wirklich weiterhelfen. Der einzige der dafür zuständig ist, ist erst heute Abend wieder zu erreichen, na toll. Aber was soll’s, ich hab ja bis zum 17. zeit. Wann ist der eigentlich? Morgen glaube ich. Wo ist denn nur mein Kalender? Ah, da ist er, ohne ihn wäre ich wirklich aufgeschmissen. Also mal sehen...blätter....17.?....17.? ......17.? das ist......scheiße!!! heute! (na toll, jetzt bin ich in der s-bahn Hierarchie zu den durchgeknallten abgerutscht. Zwei der anwesenden haben sich schon während der Telefoniererei von „unserem Vierersitz“ verabschiedet gehabt. Übrig blieb ein Business-Mann, ebenfalls telefonierend; aber bei meinem Aufschrei eben hat er es vorgezogen sich an die Tür zu stellen. Wahrscheinlich wird er bei nächster Gelegenheit versuchen zu fliehen...)
Na gut, dann ist der 17. eben heute. Kann ich was dafür? Ich meine schließlich habe ich die ganze letzte Woche versucht Herrn Meyer (bitte mit e-y, so ähnlich wie in Eier, aber nur so ähnlich *haha*) zu erreichen. ihn geht die Sache auch was an. Ich meine für den unterricht bekomme ich immerhin kein Geld, und wenn er schon will, dass ich den kiddies der Gemeinde ein Freizeitangebot gebe, na dann kann er mich doch auch mal anrufen, oder? Gut ich war das ganze Wochenende nicht erreichbar, aber dafür war er die Woche über mit den andern Rentnern, kegeln, wandern, fußball spielen und weiß der Geier was noch. Jedenfalls behauptet dass seine Frau. Vielleicht hat er auch auf dem Sofa ein Nickerchen gemacht und sie wollte es nicht zugeben...
Zum glück sind wir da, da kann ich den Gedanken verschieben, Herr Meyer ist ja eh erst heute Abend wieder da, dann hat die Druckerei zwar schon zu (also doch wieder Plakate von hand malen...) aber bitte, meine schuld ist es diesmal nicht! (höchstens ein bisschen, ein ganz kleines bisschen.)
Willkommen u-bahn. Zum glück ist es nur eine Haltestelle und schon bin ich da. Fast pünktlich, was ist schon eine halbe stunde? Na gut, wenn ich sie heute Abend länger bleiben muss wird sie mir nicht mehr so kurz vorkommen...
Mein Chef ist nicht da, der ist im urlaub. Hat der es gut.
Aber egal, dann mal an die arbeit. Computer hochfahren, eine Million Programme starten und los geht’s. übers Wochenende ist mir ein wunderbarer Gehdanke gekommen wie ich den Programmcode ändern muss, damit es hoffentlich endlich funktioniert (hej, meine Bescheidenheitsübungen scheinen langsam Wirkung zu zeigen, ich habe doch eben tatsächlich wunderbar und nicht genial geschrieben, obwohl genial natürlich das viel bessere Wort dafür wäre...). Programmcode ist eingefügt. Ich traue mich nicht das Programm zu starten... mein blick fällt au die leere Kaffeetasse.... also das passiert mir wirklich selten. Das ich so erpicht darauf bin zu arbeiten, dass ich vergesse mir einen Kaffee zu machen...
Also jetzt erst einmal wasser kochen, das Programm kann ich gleich auch noch testen, wenn es jetzt immer noch nicht funktioniert brauche ich eh einen Kaffee, weil mir die Ideen langsam ausgehen. Kaffee hilft mir zwar nicht wirklich beim denken, aber ich finde es sieht viel konzentrierter aus, wenn man mit der Kaffeetasse in der hand geistesabwesend auf einen Bildschirm voller fremd anmutender Zeichen starrt.
Wasser ist fertig (ein wunder der modernen Technik, so ein Wasserkocher) also schnell über mein Pulver kippen. (Nein, wenn ich Kaffee schreibe oder sage meine ich nicht wirklich Kaffee, das findet das Mädchen in mir zu langweilig. Mein Kaffee ist eigentlich ein Cappuccino. Mit Vanille-Aroma. Und Sahne-Aroma. Mmmh, lecker.) Umrühren, hmmm riecht gut und macht gleich wieder gute Laune. Also jetzt das Programm testen. Button anklicken und ......ja *freu*freu*freu* es funktioniert!!! *jubel*
Aber Moment mal, was ist das die Formatierung von dem was mir da angezeigt wird ist ein einziges Chaos. Hmmm, für Formatierungen bin ich nicht zuständig. Die hat jemand anderes programmiert. Ich hab sie doch einfach nur rauskopiert....
Mal im Original nachschauen.......ich nippe an meinem Kaffee.....autsch! mist! Zunge verbrannt....Montag, was will man machen.....
Also da ist das original.....sieht doch ganz gut aus......hmmm, aber ich hab ja einen Sonderfall produziert also erst mal hier klicken, hinter dieser Schaltfläche verbirgt sich doch auch ein Sonderfall.......mal sehen.......die Seite baut sich auf......bingo! die Formatierung stimmt hier auch nicht. War ja klar, an meinem brillanten Code konnte es nicht liegen! (so im nachhinein bin ich mir da auch ganz sicher!)
So aber was jetzt. Wenn die Formatierung nicht stimmt, kann ich nicht weitermachen. Denn ich muss mit der erzeugten Grafik weitermachen. Und dieses Miststück von Computer verschluckt einen teil der Ausgabe!! Es ist nur die hälfte zu sehen. Blödes Formatierungsprogramm!!! Mal sehen, das ist eine Sache die mein Chef regeln muss. Aber der ist wie gesagt im urlaub. Na ja, wozu hab ich einen zweiten....
Mist komme gerade vom Büro von Chef nr.2, der hat ja auch urlaub! Ebenfalls für 3 Wochen!!!
So ein verdammter.....Blödsinn (ich gebe mir immerhin mühe nicht mehr so grässlich zu fluchen, auch wenn sich das dann oft komisch anhört)
Das ist doch wirklich nicht zu fassen, ich meine wozu hat man denn zwei Chefs, wenn die beiden gleichzeitig urlaub machen! Ich meine was tun die eigentlich? Sind die mit ihren Familien auf einem Campingplatz für Chefs? Also praktisch ein ort, wo nur Leute reindürfen, die mindestens eine Person unter sich haben. In die VIP-Ecke dürfen dann nur Chefs von mindestens 50 angestellten... Die Chefs können dann alle zusammen über ihre angestellten und deren Blödheit/Unflexibilität und Faulheit lästern, während ihre frauen in der nobel-camping-boutique einkaufen und die kinder auf dem spielplatz schon mal lernen wie man anderen menschen befehle erteilt (dazu gibt es dann extra campingplatzangestellte, die sich herumkommandieren lassen). Hübscher gedanke. Ok, meine chefs wären entsetzt wenn es einen solchen ort geben würde und hinfahren würden sie wahrscheinlich auch nicht, aber trotzdem: schönes bild, oder?

Hmm, was nun – ahh, den Programmierer anrufen und ihm mitteilen das er da einen fehler gemacht hat und ihn noch schnell beheben kann bevor es irgendwer merkt...

Na toll, hatte seine Sekretärin dran (wieso hat der eigentlich eine Sekretärin und ich nicht? Was für eine Ungerechtigkeit! Ich will auch eine, oder noch besser, einen Sekretär...). Wieso ist der denn auch im urlaub? Wieso machen eigentlich alle urlaub und nur ich muss hier bleiben und arbeiten. Wenn ich das denn wenigstens tun könnte...
Hmmm, na ja, mal sehen, was mache ich jetzt – ha! Einen neuen Kaffee kochen, endlich mal eine vernünftige UND durchführbare Idee.
So, ein Kaffee, also am besten mache ich mir eine liste:

Möglichkeiten (einer armen alleingelassenen Programmiererin):
1. Computer ausschalten und heimgehen, Problem somit auf morgen verschieben
 gute Idee, aber viertel nach 11 erscheint mir doch sehr früh und mein Zeitkonto ist dafür leider nicht genügend im plus...
2. zum höchsten Chef gehen, seiner Sekretärin den Urlaubsschein geben und ebenfalls drei Wochen urlaub machen
 blöd nur, dass ich dann im September keinen urlaub mehr machen kann und auch kein Geld habe um meinen urlaub in den nächsten drei Wochen woanders zu verbringen als auf Balkonien (und Balkonien müsste dafür auch noch extra geputzt werden...)
3. zu MediaMarkt fahren, mir ein Computerspiel kaufen und die nächsten drei Wochen somit sinnvoll nutzen
 was meine Chefs wohl dazu sagen werden wenn ich ihnen erzähle was ich dann die letzten drei Wochen so gemacht habe, weil ich ja offensichtlich nicht weiterarbeiten konnte...
4. den Chef des Programmierers anrufen (der nicht im urlaub ist), ihm von dem bug erzählen, damit er einen anderen an das Problem setzt der es löst
 der alte Programmierer wird mich dafür hassen (hmmm....)
 trotzdem habe ich dann mindestens eine Woche zeit (die könnte ich doch für einen kleinen urlaub nutzen, meine Oma sollte ich auch mal wieder besuchen, ach nein, meine Schwester ist gerade bei ihr, mit ihrer kleinen Familie und da wir nicht miteinander reden wird das ganze dann etwas kompliziert, nicht das ich mich dann die ganze Woche in der Stadt aufhalten könnte, ein bisschen shoppen – ach nein, leeres Bankkonto – schaufensterbummeln ist auch sehr nett, aber die Gefahr meinem Ex über den weg zu laufen (am besten mit seiner Frau – bestimmt schon schwanger) ist mir das vergnügen meine Schwester mal wieder anzuschweigen nicht wert.
5. das Problem selbst lösen
 ihhh, das ist ja arbeit. Das wird mich mindestens zwei Wochen kosten...
6. erst mal alle kleinen Probleme lösen, die mein Programm sonst noch verursacht
 eigentlich eine gute Idee (der Kaffee scheint endlich Wirkung zu zeigen), aber das dauert vielleicht eine Woche.....und dann?
7. Iiiihhhhh! Noch eine Idee! Böser Kaffee! Ich könnte, nachdem ich die kleineren Probleme gelöst habe den bug selbst beheben und dann pünktlich wenn meine Chefs aus dem urlaub zurück sind mit meiner arbeit weitermachen
 Das ist doch echt nicht zu fassen, das heißt, ich würde die zeit die andere Menschen nutzen um friedlich urlaub machen, damit verplempern einen fehler zu korrigieren den es offiziell nicht gibt (das Programm ist schließlich schon getestet und abgenommen worden – welcher Idiot war das eigentlich, ich bin es diesmal ausnahmsweise nicht gewesen). Und das soll ein genialer Gedanke sein? Ach nein, es war nur ein Gedanke, bisher ohne Wertung. Zum glück.
8. Ich könnte meine kleine (Computer)probleme lösen (1 Woche) und die verbleibende zeit mit einem Computerspiel verbringen (2 Wochen)
 Sehr verlockender Gedanke...
9. Ich könnte mich krankschreiben lassen
 Ganz schlechte Idee, dann darf ich drei Wochen nicht raus, auch nicht ins Schwimmbad und das bei über 30Grad....
 Außerdem weiß mein Arzt gar nicht wie eine Krankschreibung aussieht...
10. ich könnte um ein bug-behebendes wunder beten
 hmmm, ich glaube dafür hätte ich zu Theologie-Beate netter sein müssen
11. Ich könnte mich von einer der vielen Terror-Organisationen als Geisel nehmen lassen
 Aber wie komme ich in den nahen Osten? Und wie erkläre ich meinen Aufenthalt da?
12. Ich könnte behaupten ich hätte für die kleineren Probleme 3 Wochen gebraucht und mir eine schöne zeit machen: lange Mittagspausen, pünktlich Feierabend, all die emails schreiben, die seit Wochen warten...
 Mein Chef kommt zwar aus dem urlaub, aber seinen Verstand wird er dort wahrscheinlich nicht vergessen haben...
13. Ich könnte eine Schmetterlingszucht in meinem Büro eröffnen (das wollte ich schon immer mal machen und Platz ist auch genug da. Ich behaupte dann einfach, das sei nötig gewesen um einem Burn-out-syndrom vorzubeugen...)
 ...kein Kommentar...
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........................................ideen- und kaffeelose zeit........................................................


tja, nach ausgiebiger suche in meinem kopf stelle ich fest, dass ich heute sehr unkreativ bin (es ist Montag). Also muss wohl die Logik weiterhelfen *seufz*. Am besten waren wohl Idee 7&8, wobei feststeht, 8 war eindeutig die bessere (nein, vernünftige Ideen sind nicht automatisch besser...). Aber der Anfang ist der gleiche, also..................fange ich wohl besser mal an.

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Bayern sind eben anders
Hallo ihr lieben,

eigentlich wollte ich euch ja von Indys frau erzählen, aber die sind inzwischen abgereist und wir haben viele neue und sehr merkwürdige Gäste bekommen. ich war schon gerade auf unserer homepage, weil ich vermutet habe, dass da ein schild steht: "Personen, die sich nicht normal verhalten, bekommen einen rabatt". Aber es ist keins da. ich weiß auch nicht, aber ich habe da so eine theorie: die bayern sind nicht ganz so wie die restlichen deutschen, vielleicht reisen deshalb alle menschen die auch anders sind nach bayern?!

falls ihr euch gerade nicht vorstellen könnt, warum die bayern anders sind erzähle ich euch mal, was mir gestern passiert ist. meine oma hat mich gefragt, ob ich den flur mal moppen könnte. na klar hab ich mir gedacht, und mich auf die suche nach einem mopp gemacht. als ich nach einer viertel stunde immer noch keinen gefunden hatte, hab ich sie gefragt wo der mopp ist. "im besenschrank". na gut, wo soll er sonst auch sein, also hab ich da noch mal gesucht und ihn nicht gefunden. aber dann bin ich über eine ding gestolpert, dass aussieht wie ein armer kleiner weiß-grauer hund, dem man einen besenstiel in den rücken gesteckt hat. (um es genauer auszudrücken: ein bayrischer mopp ist quadratisch. das quadrat sieht aus, wie so ein alter klobrillenbezug. und von diesem quadrat hängen wollschlaufen runter, die etwa 7 cm lang sind. aber man höre und staune sie sind wirklich aus wolle!)
na ja, ich hab das ding dann zu meiner oma gebracht und sie gefragt, wie ich denn damit moppen solle??? sie hat mich angeguckt, als ob ich ein alien wäre und geantwortet, dass ich es ja wohl schaffen würde damit über den boden zu moppen.
"Feucht? Mit dem Ding?"
"Wieso denn feucht??? Ich hab moppen gesagt, nicht wischen! Moppen heißt trocken, wischen ist feucht!"
So, und jetzt meine frage an euch: was versteht ihr unter moppen? und kannt ihr diese kleinen hunde mit denen man putzt? hab ich hinter dem mond gelebt oder ist das wirklich so was merkwürdiges bayrische&österreichisches? (denn in östereich moppt man auch mit kleinen weißen, trockenen Hunden, so viel weiß ich schon...)

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Mittwoch Morgen
Mittwoch morgen


Was könnte schlimmer sein, als an einem Mittwoch morgen S-Bahn zu fahren? An einem Montag morgen S-Bahn zu fahren. Denkste! Denn dieser Mittwoch morgen ist ein doppelstöckiger Montagmorgen. Es ist der Mittwochmorgen nach einem verlängerten Wochenende.
Also, was könnte schlimmer sein?
Richtig! U-Bahn fahren an solch einem Mittwochmorgen! Denn S-Bahn fahren ist immer gleich. Darauf kann man sich schon auf der Busfahrt einstellen: Während man noch auf seinem Sitzplatz vor sich hindöst, weiß man schon was kommt:
Erst der zugige Bahnsteig mit dem undichten Dach. Es wäre ja auch wirklich zuviel verlangt gewesen dieses Dach zu reparieren ich meine, wann hätte man das denn letztes Jahr auch noch machen sollen, als der gesamte Bahnsteig wegen Renovierungsarbeiten geschlossen war? Es wird ja wohl jeder einsehen, dass es schon eine Höchstleistung war in diesem Jahr die weißen Markierungen auf dem Steig nachzuziehen. War ja auch wichtig. Nicht das ein Kinderwagen, der aus Versehen und ohne Aufsicht reinzufällig am Rand abgestellt wird, weil die blonde Mutter nicht wusste das sie ihn da nicht abstellen darf während sie eine Schachteln Zigaretten am Kiosk auf dem anderen Gleis kauft, von einem Zug erfasst wird. Wäre doch eine Katastrophe. Da war das Dach eben zeitlich nicht mehr drin. Haben wir ja auch alle Verständnis für.
Und natürlich regnet es an so einem Mittwoch morgen – gut ist nicht soo unwahrscheinlich immerhin haben wir Oktober. Aber Regenschirm geht auch nicht, denn wohin soll man den in der S-Bahn tun. Und man will ja auch keiner von diesen allseits gehassten „Regenschirmträgern“ sein, die entweder alle naßmachen, weil sie den Schirm in der Hand halten oder gehasst werden weil sie ihn auf den Boden legen und jeder darüber stolpert.
Also steht man im Regen auf dem zugigen Bahnsteig mit dem undichten Dach und wartet auf das Unvermeidliche. Die S-Bahn???? Was bist du denn für ein Optimist? Bestimmt Autofahrer! Es ist verlängertes-wochenende-ist-vorbei-Mittwoch-morgen! Nein, wir warten auf die unvermeidliche und unverständliche (weil natürlich auch zum auswechseln der Lautsprecheranlage keine Zeit mehr war, die armen Babys in ihren Kinderwagen, wir haben ja Verständnis) Durchsage, die uns nachdem wir bereits seit fünf Minuten auf die s-Bahn warten, mitteilt, das ebendiese VORAUSSICHTLICH fünf Minuten Verspätung hat. (Manchmal glaube ich wirklich, das Bahnbeamte eine gescheiterte Karriere bei Astro-TV hinter sich gebracht haben...) Nach zehn Minuten kommt dann auch die S-Bahn und es stehen schon jede menge Leute in den Gängen. Na gut, als Entschädigung fährt dieser Zug der Deutschen Bahn dafür auch mit voll aufgedrehter Heizung. Geht ja nicht, dass die armen eingepferchten nassen Menschen frieren. Na gut, auch nicht schlecht, kann man sich wenigstens den Saunabesuch sparen. Wenn man nur nicht so viele Klamotten anhätte. Die jetzt auch noch alle von dieser Warmen und extrem feuchten Luft durchdrungen werden...
Na ja, sind wir heute mal Optimist, immerhin liegt ein langes Wochenende hinter mir. Es sind nur noch zwei Stationen bis zum Flughafen, bis dahin geht’s schon.
Gut noch eine Station, irgendwie werde ich es schon schaffen so lange die Luft anzuhalten bis der gerade eingestiegene Typ am Flughafen aussteigt, denn es riecht nicht nur nach nassem toten Hund, ich in fest davon überzeugt, dass es sich dabei um einen neuartigen Kampfstoff handelt den er im Auftrag irgendeiner fremden Regierung hier in der S-Bahn testet. Aber nicht mit mir. Ich werde einfach nicht atmen!
Mist! Ein außerplanmäßiger Halt (auf dieser Strecke gibt es mehr außerplan als planmäßige Haltestellen, sollte man mal überprüfen...). Musste doch atmen. Der Kampfstoff scheint nicht direkt tödlich zu sein, wahrscheinlich werde ich jetzt in den nächsten 24 Stunden qualvoll verenden.
Flughafen. Endlich. Aaaah! Was soll das denn? Nur zwei Leute raus? Da stimmt was nicht. Und wieso wollen all diese Anzugmenschen mit ihren kleeeinen Business-Koffern hier herein? Mir schwant übles. Da wird doch wohl keine Messe? Doch, auf jeden Fall eine Messe. Grad ist irgend so ein Anzugträger (ganz korrekt mit Krawatte und Einstecktüchlein) mit hellblauen Turnschuhen eingestiegen. Hellblau! Zum schwarzen Nadelstreifenanzug. Hat er die von Aldi? Ne, selbst Aldi-Turnschuhe haben mehr Geschmack. Wahrscheinlich von irgend nem Designer. Angesagtestes Modell oder so. Ein Schuh nur 350 Euro. Zwei zum Sonderpreis für 600Euro oder so ähnlich. Auf jeden Fall beweist es, dass heute wohl messe ist. Irgend eine große Messe... Hab doch letzte Woche noch gehört wie zwei Kollegen sagten sie wollten auf die messe. Was war das noch gleich.
Sch...!
Gut das wir so dicht stehen und der tote-hund-Typ neben mir, sonst hätte mich diese Erkenntnis gerade umgehauen. Aber wer will schon ohnmächtig in den armen eines Typen zusammenbrechen der so merkwürdig müffelt, dass man wenn man aufwacht gleich wieder weg ist? Nachher nutzt der das aus. Und eh man sich versieht ist man mit so einem verheiratet und alles nur wegen einer Dauerohnmacht. Nee, danke! Heb ich mir lieber für den Prinz in schimmernder Rüstung auf, obwohl ich glaub doch nicht, Rüstung? Aua das tut doch weh!
Na jedenfalls ab heute ist (wie konnte ich das vergessen? Ist schließlich meine Lieblingsmesse) BUCHMESSE. Nur fürs Protokoll: Das WAR mal meine Lieblings-Messe. Bevor ich Frankfurt-Pendler wurde!
Das erklärt jetzt wahrscheinlich auch warum U-Bahn fahren an einem Mittwoch morgen so schlimm ist. Nach dem Gedränge in der S-Bahn freut man sich schon auf das luftige Gewurschtel in der U-Bahn. Aber nicht wenn Messe ist!!! Dann müssen diese Business-Turnschuhträger alle in meine U-Bahn! Aahh! Der Weg zur Bahn geht ja noch. Die Köfferchen-Zieher folgen alle brav der Beschilderung. Ich nehme den direkten Weg (nicht beschildert, aber dafür 4 ½ Minuten schneller und er führt nicht an den ganzen Bäckereiständen vorbei, die nur was für willensstarke Menschen sind; also nix für mich!). Etwas erstaunt stelle ich fest, dass ich diesen Weg nicht alleine Zielstrebig ansteuere. Mit mir laufen auf den Zugang zur U-Bahn noch einige langhaarige Typen meines Alters oder etwas älter mit. Ich kann fühlen wie meine grauen Zellen anfangen zu arbeiten. Dafür das Mittwoch-Morgen ist, sind sie erstaunlich fix. Das gefällt mir nicht. Auf das Ergebnis hätte ich noch warten können: Wir haben Anfang Oktober. Na gut. Mehrere Langhaarige Typen? Hmm. Mit kleinen Umhängetaschen? Die Uni fängt heute wieder an! Mist, mist, mist, mist, MIST! Die müssen auch in meine U-Bahn! Ich hatte schon ganz vergessen, das es diese Spezies: Studentus normalicus gibt! Wahrscheinlich deshalb weil ich zwei Monate Zeit hatte mich daran zu gewöhnen, dass sie ausgestorben waren...
Stehe am U-Bahnsteig. (Wenigstens ist nicht mehr Automesse und man muss die ganze Zeit aufpassen, das man kleine Japaner tottritt). Es ist voll. Sehr voll sogar! Die U-Bahn kommt. Ja, freude, es ist Messe. Normalerweise steigen hier alle U-Bahn Insassen aus (bis auf die Studenten) und die Bahnsteigmenge flutet ungehindert auf die Sitzplätze. Heute steigt aber fast niemand aus, dafür fluten umso mehr rein. Gut, dass ich schon einige Erfahrung im U-Bahn Sitzplatz erobern habe, so schaffe ich es auch noch einen dieser immer seltener werdenden Plätze zu ergattern. Im Gang beginnen sich die Menschen zu drängen, aber immer noch wollen welche rein. Ist ja auch unglaublich. Die nächste U-Bahn kommt schließlich erst in drei Minuten. Ich meine DREI Minuten und das, obwohl die Messe schon in zehn Minuten aufmacht. Und die Fahrtzeit zwei Minuten beträgt. Wirklich unzumutbar! Jemand sollte sich mal darüber beschweren!
Der U-Bahn-Fahrer scheint meiner Meinung zu sein. Er brüllt gerade in sein Mikrofon, so dass es der gesamte Bahnsteig hören kann:
Wenn die Fahrgäste die nicht mehr reinpassen jetzt nicht sofort zurücktreten, werde ich eben mit offenen Türen losfahren und sie alle an der Tunnelwand abstreifen!
Der hatte bestimmt kein verlängertes Wochenende.
Das Gedränge nimmt ein bisschen ab. Wir die glücklich in der Bahn sitzen fangen an zu grinsen. Das Türschließsignal erklingt erneut und manche Türen schließen sich auch tatsächlich.
Mit Fahrgäste habe ich auch den dicken Herrn im Mittelteil in der blauen Jacke gemeint. Ja, genau sie, der sie da gerade so empört in meine Richtung schauen!!
Wir grinsen nicht nur, wir fangen auch schadenfroh an zu kichern.
Erneutes Türschließgeräusch.
Sie da, am ende des Zuges mit dem Fahrrad. Bloß weil sie das Vorderrad erfolgreich reingestopft haben, heißt das nicht das der Rest auch reinpasst. Wir sind hier schließlich nicht in ihrem Schlafzimmer! Ziehen sie das Teil sofort raus! Sonnst donnert uns die nächste Bahn gleich von hinten rein!!!
Wir schauen uns ungläubig an. Hat der Fahrer das gerade wirklich gesagt? Scheint ein bisschen frustriert zu sein der Mann.
Es ruckelt, wir fahren los. Jetzt erst komme ich dazu meinem Gegenüber einen musternden Blick zuzuwerfen. Man will schließlich wissen wessen Knie einen da gerade berühren (auch wenn ich nicht aussehe wie Frankensteins Monster hat diese Berührung, so ungern es mein ego vielleicht auch zugeben mag, nichts mit meinem aussehen zu tun, sondern eher mit dem „großzügigen Platzangebot der öffentlichen Nahverkehr-Zugsystems“ – im nächsten Leben werde ich Werbetexter, dann kann ich Lügen verbreiten und werde dafür auch noch bezahlt!). Bevor ich darüber spekulieren kann, ob dieser Werbetexter noch lebt, oder ob er von einer Meute wütender „Nahverkehr-Zugbenutzer“ die Kniescheiben eingeschlagen bekommen hat und danach zu Tode gefoltert wurde weil er den Fehler gemacht hat eine S- oder U-Bahn zu betreten, melden meine Augen meinem Hirn, dass das Logo auf der Anzugtasche meines Gegenübers genauere Betrachtung verdient. Ich sehe noch einmal unauffällig hin und erstarre. Ein Jesus Christus Kirche Aufnäher. Und wir sind noch nicht einmal an der Messe. Panisch versuche ich woanders hinzusehen. Aber da höre ich schon diese zu hohe Tenorstimme (vielleicht hat er sich kastrieren lassen um nicht zu sündigen?):
Hatten Sie einen schönen morgen?
Ich würde jetzt am liebsten losschreien. Aber ich bin vernünftig und nach einem Jahr pendeln gut gegen solche Gegner gerüstet. Ich tue einfach so als ob ich nicht mitbekommen hätte, das er mich meint.
Die U-Bahn wird auch schon langsamer, wir nähern uns der Messe. Leider haben diese Typen ihren Stützpunkt an der Uni eine Station weiter, an der auch ich aussteigen muss.
Jetzt beugt er sich zu mir vor, dass kein Zweifel mehr besteht wen er meint:
Hatten Sie einen schönen Morgen?
Was nun? Wenn ich ja sage, fängt er an mir zu erzählen wie schön Gottes Welt ist. Sage ich nein, erzählt er mir wie schön Gottes Welt ist..
„Ja, danke“ sage ich mit einem eisigen Lächeln, dass ihn wenn er ein normaler Mensch wäre in eine Schneeskulptur verwandelt hätte und drehe demonstrativ meinen Kopf weg.
Wir halten an der Messe. In der U-Bahn ist wieder genug Platz zum atmen.
Ist es nicht wundervoll, dass uns Gott wieder jeden Morgen solch einen herrlichen Tag schenkt?
So einen wunderschönen Tag? Vielleicht ist Weihrauch doch eine stärkere Droge als bisher angenommen? Sollte ich mal bei Gelegenheit probieren...
Was werden Sie an so einem herrlichen Tag machen, damit Gott glücklich ist?
Wenn ich es nicht besser wüsste würde ich sagen, der versucht mich anzumachen. ‚Sie flachlegen’ wäre eine schöne antwort, traue ich mich aber nicht zu sagen. Und auf eine Diskussion nach dem Motto „Kein-Sex-vor-der-Ehe“ habe ich auch keine Lust. Aber die Wahrheit tut es auch:
„Ich werde weiter an meiner Datenbank herumprogrammieren, damit die Botaniker möglichst bald die Sequenzen ihren genmanipulierten Pflanzen eintragen können um sie zu verkaufen.“ Das diabolische Lachen hallt zum Glück nur in meinem Kopf wieder.
Jesus-Christus-Blazer saugt hörbar Luft ein. Gleich wird er platzen.
Die U-Bahn wird langsamer.
Zum Glück. Ich will weder erleben wie das Wesen mir gegenüber platzt, noch eine Diskussion mit ihm anfangen, dass es keine DNA gibt und man an dieser nicht-existentem Materie auch nicht herumexperimentieren dürfe, geschweige denn sie verändern dürfe (weil es schließlich eine Frechheit ist, nicht-existente Dinge auch noch zu verändern!)
Wir halten. Ich grinse den Jesus-Christus-Blazer an. Er wirft mir einen entsetzten Blick zu und stürmt aus der U-Bahn als wäre ich der Leibhaftige.
Mit beschwingtem Schritt gehe ich ins Büro. Im Aufzug begegnet mir der Hauselektriker.
„Was für ein morgen“ brummt er mir nicht unfreundlich entgegen.
„Ja“ antworte ich, „noch schlimmer als ein ganz normaler Montag morgen“.

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Missverständnisse
An alle Frauen,

ihr kennt das Problem. Man sagt seinem Freund/Mann irgendetwas und er versteht einen völlig falsch oder reagiert in völlig unverständlicher Art und Weise auf das gesagte. Neuere Studien zeigen ja immer wieder, das die Gehirne von Männern und Frauen einfach sehr unterschiedlich arbeiten.
Dies konnte jetzt auch in einer sehr aufwendigen Studie an einem konkreten Beispiel nachgewiesen werden. Bei diesem Versuch zeichneten Mikrofone alles gesagte auf und Gehirnstrommessgeräte alle eingehenden Informationen.
Hier nun das Ergebnis:


Ein ganz normaler Samstag Nachmittag. Sie betritt den Raum. Er sitzt auf dem Sofa und schaut fern.

Sie: „Wie sieht es denn hier aus? Das darf ja nicht wahr sein! So einen Saustall hab ich ja schon lange nicht mehr gesehen.
Das geht so nicht weiter! Komm, wir machen das beide zusammen, dann ist es schneller ordentlich.
Du kümmerst dich um die Sachen auf dem Fußboden, ich räum den Tisch ab.
Wirklich, wenn du deine Sachen nicht aufhebst und in die Waschmaschine steckst, stehst du Montag ohne Klamotten da...
Halloo! Ich rede mit dir. Nicht irgendwann, jetzt gleich!“
Er: „Mmhm“

Sie fängt an auf dem Tisch Ordnung zu schaffen, als er sich von hinten an sie drückt und anfängt ihr Oberteil aufzuknöpfen.
Verärgert dreht sie sich um und fragt: „Was soll das denn jetzt. Du wolltest mir doch beim aufräumen helfen!“

Dieses Ereignis scheint auf den ersten Blick unerklärlich. Wieso will er plötzlich Sex? Ein Ablenkungsmanöver? Erst wenn man berücksichtigt, dass die Zuhörzeitspanne eines Mannes sehr gering ist, er auch die verschiedenen Tonfälle die eine Frau benutzt nicht wahrnehmen kann und sich jetzt die Aufzeichnungen des Gehirnstrommessgeräts ansieht, kann auch Frau verstehen, was passiert ist:


Sie betritt den Raum. Er sieht fern. Sie beginnt zu reden. Damit hat er nicht gerechnet und bekommt den Anfang ihres Satzes nicht mit, weil er sich auf den Fernseher konzentriert:

Sie: „...schon lange nicht mehr...
Der Fernseher lenkt ihn ab.
Sie: ...beide zusammen...
Er ärgert sich, weil sie die Sicht auf den Bildschirm versperrt.
Sie: ...auf dem Fußboden...
Er: ?
Sie: ...ohne Klamotten...
Er: Sex?
Sie: ...jetzt gleich!...“
Er: Geil! So spannend ist das Programm eh nicht.
Er: „Mmhm“

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Xavier Naidoo
Immer wieder werde ich von Freunden gefragt, ob ich Xavier Naidoo mögen würde. Auf die Antwort NEIN! Reagieren einige geschockt, andere mit Unverständnis. Wie kann ich als FRAU denn Xavier nicht mögen?!?! Wenn ich dann auch noch erwähne, dass ich ihn eher für eine Stalker halte… dann ist auch das letzte bisschen Verständnis weg.
Deshalb hier eine kurze *augenzwinkernde* Erläuterung meiner Theorie für alle meine Freunde die mich bisher noch nicht verstehen.

Zum besseren Verständnis hier mal die Definition eines Stalkers aus Wikipedia:
Stalker bezeichnet:
• eine Person, die andere dauerhaft bedroht, bedrängt und belästigt, siehe Stalking
• Täter scheinen meist ehemalige Beziehungspartner oder abgewiesene Verehrer zu sein […].


Und jetzt mal ein (gruseliger) Liedtext von Xavier und den Söhnen Mannheims:


Und wenn ein Lied

Und wenn ein Lied meine Lippen verlässt,
Dann nur damit Du Liebe empfängst.
->OK, Xavier singt also nur deshalb damit irgendwer da draußen Liebe empfängt… Ich gehe mal der Einfachheit davon aus, dass Xavier nicht schwul ist und deshalb sein Lied an eine Frau richtet…

Durch die Nacht und das dichteste Geäst,
->Die Frau hält sich nachts im dichtesten Geäst auf…
Warum? Freiwillig? Wohl eher nicht… also gezwungener Maßen? Und wieso weiß Xavier dass sie da ist? Hat er sie da hingebracht?

Damit Du keine Ängste mehr kennst.
->AHA, die Frau hat also Angst. Naja, kein Wunder, nachts (allein) im Geäst…

Sag ein kleines Stückchen Wahrheit und sieh,
Wie die Wüste lebt.
->Frei übersetzt: Sag die Wahrheit und das Leben geht weiter (nur dann?)

Schaff' ein kleines bisschen Klarheit.
->Worüber? Sie ist gefangen… Will er wissen, ob sie ihn auch liebt?

Und schau wie sich der Schleier hebt.
->Seiner oder ihrer?

Eine Wüste aus Beton und Asphalt,
->so sieht er die Welt…

Doch, sie lebt und öffnet einen Spalt.
Der Dir neues zeigt, zeigt das altes weicht.
->Er kündigt also an, dass sich die dinge wie sie jetzt sind für sie ändern werden

Auch wenn, wenn dein Schmerz
Bis an den Himmel reicht.
->Muss ich dazu was sagen? Er WEIß, dass sie Schmerzen hat. Woher wenn er nicht der Verursacher ist… (Schließlich ist sie draußen in der Nacht und nicht bei ihm um es ihm zu erzählen…)

Und wenn ein Lied meine Lippen verlässt,
Dann nur damit Du Liebe empfängst.
->Hört sich für mich an, als wolle er sie trösten obwohl er der Verursacher von all dem Leid ist…

Durch die Nacht und das dichteste Geäst,
Damit Du keine Ängste mehr kennst.
Und wenn ein Lied meine Lippen verlässt,
Dann nur damit Du Liebe empfängst.
Durch die Nacht und das dichteste Geäst,
Damit Du keine Ängste mehr kennst.
->Und jetzt wird der unheimlichste Teil des Liedes auch noch wiederholt um ihn zu bekräftigen…

Dieses Lied ist nur für Dich.
->Auch typisch Stalker, denken nur noch fixiert an eine Person…

Schön, wenn es Dir gefällt.
->Und wollen ihr gefallen, obwohl sie ihr gleichzeitig schaden…

Denn es kam so über mich.
->Jetzt sagt er selbst, dass er nicht immer die Kontrolle über sich hat…

So wie die Nacht über die Welt.
->… sie ist in der Nacht unterwegs, er kam als Nacht über ihre Welt und verdunkelte sie? Meint er das damit?

Schnellt Gefahr aus der Dunkelheit,
->jetzt ist die Dunkelheit in der sie sich aufhält auch noch gefährlich… Und er weiß es!

Bin ich zum ersten Schlag bereit.
->Sehr ritterlich, aber wirklich nötig? Oder wünscht er sich das nur?

Ich bin der erste, der Dich befreit.
->WIESO muss sie befreit werden? Ich meine welche Frau ist schon freiwillig nachts in gefährlicher Dunkelheit unterwegs? Da muss doch jemand nachgeholfen haben… Und wenn er es nicht war, woher weiß er dann soviel?

Und einer der letzten, der um Dich weint.
->Warum denn dass? Also ich finde das ist der Beweis, dass er sie verschleppt hat. Wäre es ein anderer gewesen müsste er doch von Hoffnung singen sie wiederzusehen. Davon sie zu retten aus den Klauen des Monsters (oder so ähnlich;-). Aber er singt davon, dass er um sie weint! Warum? Weiß er schon, dass sie nicht überleben wird?

Und wenn ein Lied meine Lippen verlässt,
Dann nur damit Du Liebe empfängst.
Durch die Nacht und das dichteste Geäst,
Damit Du keine Ängste mehr kennst.
->Hier noch mal die Angabe für die Polizei wo sein Opfer zu finden ist…

In unserer Sanduhr fällt das letzte Korn.
->So, jetzt wird er aber deutlich! Das mit ihnen ist vorbei. Aber scheinbar nicht von seiner Seite…

Ich hab gewonnen und hab ebenso verlor'n.
->Ja ja, er hat gewonnen (er hält sie irgendwo gefangen, sie ist sein) und doch verloren (sie will ich nicht mehr, jetzt erst recht nicht vermute ich mal)

Jedoch missen möcht ich nichts,
->Ok, er bereut es nicht…

alles bleibt unser gedanklicher Besitz.
Und eine bleibende Erinnerung.
->Gruselige Erinnerungen hat der Mann…

Zwischen Tag und Nacht legt sich die Dämmerung.
->Er ist die Nacht, dass hatten wir ja schon. Sie vermutlich der Tag. Ob die Dämmerung ihr Trennungsgrund war? Oder spielt er auf die Geschehnisse an, die sie jetzt für immer Trennen?

Und wenn ein Lied meine Lippen verlässt,
Dann nur damit Du Liebe empfängst.
Durch die Nacht und das dichteste Geäst,
Damit Du keine Ängste mehr kennst.

Und wenn ein Lied meine Lippen verlässt,
Dann nur damit Du Liebe empfängst.
Durch die Nacht und das dichteste Geäst,
Damit Du keine Ängste mehr kennst.

Damit Du keine Ängste mehr kennst.
->Er will eben nicht, dass es ihr schlecht geht und trotzdem weiß er, dass sie Angst hat und macht weiter mit seinem grausamen Spiel…


So und wer jetzt noch nicht versteht warum ich diese Stalker Theorie habe und seine Musik nicht mag, dem kann ich leider nicht helfen weil deutlicher kann ich es nicht sagen, aber mir läuft bei jedem Lied von ihm eine Gänsehaut über den Rücken…

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Montag, 19. November 2007
Das Kondom
Vielleicht bin ich ein Landei, vielleicht ein bisschen prüde und vielleicht auch ein bisschen kritisch. Auf jeden Fall aber bin ich entsetzt!!! Und...ein kleines bisschen Neugierig.
Es gibt diese Situationen von denen man nicht glaubt, dass sie wirklich jemals jemandem passiert sind. Ich habe vorgestern eine solche erlebt. Es fing ganz harmlos an. Ich war mit meinem Freund einkaufen und da wir keine Lust hatten zu kochen, beschlossen wir im Burger-Restaurant nebenan zu essen. Gut, der Service war nicht überragend und die Burger nicht so gut, wie sie hätten sein können. Aber alles in allem hatten wir eine nette Zeit und der Tag war schon langweilig gewöhnlich.
Als wir gehen wollten nahm mein Freund die Einkaufstüte, schaute mich entsetzt an und sagte tonlos: "Da liegt ein Kondom."
Ich kann es nicht beurteilen, aber ich vermute, dass ich ziemlich blöd aus der Wäsche geguckt habe. Mein erster Gedanke war noch blöder, zum Glück konnte ihn keiner hören: "Hä? Aber wir haben doch gar nicht..." Mein zweiter schon besser: Ich schaute auch unter den Tisch. Tatsache, da lag ein benutztes Kondom unter DEM Tisch, an dem wir eben noch gegessen hatten! Meine Verwirrtheit schlug um in Entsetzen. Also wenn das nicht eklig war, was dann. Was war das für ein Restaurant, in dem es benutzten Verhüterlies erlaubt war auf dem Boden zu liegen?
Doch was sollte jetzt geschehen? Ich wollte aus dem Laden raus, bezahlt hatten wir schon, gegessen auch. Sollte ich nocheinmal zu der jungen Frau am Tresen zurück und ihr dezent zuraunen: "Entschuldigung, aber da hinten unter dem Fenstertisch liegt ein Kondom rum."? Und dann? Würde sie sich dann nicht wundern wo es herkäme? Und dann am Ende denken, dass ich... Vielleicht doch lieber nicht.
Nun gut, wir sind gegangen ohne etwas zu sagen. Jetzt sollte die Sache eigentlich erledigt sein. Wenn da nicht dieser Faktor Neugierde wäre...
Wie ist dieses Ding da hingekommen? Vielleicht hat ja Abends der Koch mit der Bedienung ein bisschen Spaß gehabt nachdem die Putzfrau hier war... Haben die überhaupt eine? Oder vielleicht waren hier ein paar Schulkinder die nur gespielt haben und es dem großen Bruder/Schwester aus der Schublade geklaut haben? Sah aber nicht danach aus... Ein paar Gäste? Ohne dass es jemand gemerkt haben soll? So schmal sind die Tische auch nicht...
Also doch der Koch/die Bedienung? Aber es gibt keine Rollläden an den Fenstern...
Haben sie heimlich, weil einer beide vergeben sind? Aus Spaß weil es eben keine Rolläden gibt? Im Dunkeln? Hoffentlich!
An diesem Punkt habe ich aufgehört nachzudenken. Ich glaube die Antworten die mein Gehirn mir liefert sind nicht immer die Besten;-)

Aber für den Fall dass jemand bescheid weiß.... :-)

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